Musikanalysen eines Französischprofessors.

Inmitten des Kendrick/Drake Beefs und meiner tiefsten Hyperfokusphase dieses Jahres bezüglich Themen, die absolut keinen Einfluss auf mein Leben haben, habe ich diesen Channel des amerikanischen Französischprofessers „Professor Skye“ gefunden. Mittlerweile bestimmt kein Geheimtipp mehr, da es nun für über 100.000 Abonnenten reicht, sowie Kolloborationen mit den ganz Großen auf der Plattform. Er überraschte mich tatsächlich mit seiner Facettenreichheit was Genres und Reviews/Analysen angeht. Auch wenn er sich hauptsächlich Hip-Hop widmet, egal ob amerikanischer, spanischer, französischer oder gar deutscher, rutscht immer mal wieder eine Avant-Garde-Pop/Rock-Platte rein. Alben zu denen er ein Video macht lohnen sich meist zumindest mal reinzuhören, oder man nutzt ihn etwas als Releaseradar, die die bodenlose Plattform Spotify es seit Jahren ja einem schon nicht mehr schafft Bescheid zu geben, wenn ein Artist, von dem man 10 Alben gespeichert hat, ein neues Album rausbringt.
Skye versucht dabei nicht nur über die Themen der einzelnen Songs oder über das Album zu sprechen, sondern baut oft zu Brücken zu Philosophie und Kunstwerken, die ähnliche Themen oder Gefühle ansprechen und nutzt jene ebenso als Linse, durch die die Analyse stattfindet- sehr einladend für weitere doomscroll-deepdives. Besonders sympatisch daran ist, dass er oft seine Videos mit seinem Leben kontextualisiert und überraschen viel von seiner eigenen Person hier offen darstellt, unterstützt durch seine Art und Weise die Analysen und Reviews ohne Schnitt und in einem Take, teils im Bademantel auf dem Balkon oder schnell bevor das Baby aufwacht, aufzunehmen, was sehr erfrischend in einer Welt voller Jumpcuts und anderen Methoden zur Watchtimegenerierung sind.


https://www.youtube.com/@professorskye

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