Deutschrap galt lange als Antipode des 4-to-the-floor Clubbangers. Das hat sich in den letzten Monaten deutlich geändert. Niemand ist heute mehr verwundert, wenn die Funktion-One der Crowd ein Pashanim Sample ins Gesicht bläst. Wer jetzt denkt: bei der ganzen Nummer kann auch leicht die falsche Abbiegung genommen werden, der tut dies nicht zu Unrecht. Releases von Teuterekordz sind meist näher dran am ZDF Fernsehgarten als am Dickicht der Clubwelt. Ein deutsches Phänomen ist die Vermählung von Clubsound und Rap natürlich nicht. Pitchfork schreibt von einer „Next Generation of Club Rap„, die gerade von New Jersey aus die Staaten erobert. Sind wir darüber verwundert? Mitnichten! Die Speedyness, die sich mit hartem Drill-Rap verbindet, scheint die logische Konsequenz aus dem Juke Erfolg zu sein; ein Genre, das trotz 20-jähriger Geschichte, so die Juke Legende DJ Clent auf MixMag, erst seit 2019 sichtbar einen Fußabdruck in der Popkultur hinterlässt.