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„Polizei Bär“ und „Jude Bär“ kochen Fliegenpilztee

Amanita Muscaria, besser bekannt als Fliegenpilz ist das Symbol für Giftigkeit von Pilzen einerseits, andererseits aber auch das am häufigsten vorkommende Pilzbild. Von den Schlümpfen bis hin zu Gartenornamenten – der Fliegenpilz ist niemandem fremd. Ironischerweise ist das Bild des Fliegenpilzes als Symbol für Giftigkeit so kulturell verbreitet, dass seine tatsächlichen medizinischen Eigenschaften und historischen Verwendungen oft übersehen werden. Der Fliegenpilz scheint, zur toten Metapher geworden zu sein; es wird sich selten gefragt, warum dieser Pilz so prominent ist.

In der Volksmedizin wurde der Fliegenpilz beispielsweise als Schmerzmittel und zur Behandlung von Krankheiten wie Arthritis eingesetzt. Sibirische Geschichten erzählen vom Sammeln der Pilze im Herbst, ihrer Trocknung durch Schamanen und ihrer Verteilung an die Dorfbewohner im Winter. Es wurden auch schon Parallelen zum Weihnachtsmann gezogen, die Farbpalette des Fliegenpilzes legt es nahe. Außerdem war der Pilz als Rauschmittel bekannt und wurde von manchen Kulturen in rituellen Zeremonien verwendet.

Es ist faszinierend, wie das Wissen um den Fliegenpilz (und Pilze im Allgemeinen) verloren gegangen ist und jetzt langsam wieder seinen Weg zurückfindet. Spannend ist auch wer davon erzählt: Bei meiner bisherigen Recherche sind mir viele schräge Gestalten begegnet, wie zum Beispiel auch „Jude Bär“, dessen Kanal nur 18 Abonnenten hat. Sein Video zum Thema hat nur 277 Aufrufe und zählt zu den unseriöseren Quellen, zeigt aber gut, wie merkwürdig und uneinordbar zum Teil die Menschen sind, die Amanita Muscaria konsumieren und darüber berichten.

Ein Riese zieht um

Hier hat der NDR 1983 den Umzug des Braunkohlebaggers „261“ ins Bergwerk Frillendorf gefilmt. Der Tagebau liegt etwa 19 Kilometer von Lützerath entfernt, die Reise ist trotz der recht schlechten Videoqualität spannend. Hat was von der Moloch von Moers.

https://www.youtube.com/watch?v=uctyGDEOe5E&t=1570s

Ramen of Doom

Ein Ramenrestaurant auf Michelinsternniveau bereitet sich auf den Abendservice vor. Nichts ahnend habe ich auf den Link geklickt und wurde in den ersten Minuten mit dieser absurden Menge an toten Tieren konfrontiert. Außerhalb jeglicher politischer und/oder moralischer Essgewohnheitsentscheidung: That’s pretty doom.