Ich habe Monolithe Noir mal als Support für The Soft Moon im FZW gesehen (und nett unterhalten), wo er mit seinem Modularsynthesizer nice elektronische Musik gemacht hat. Jetzt kommt der auf einmal mit einer Band um die Ecke und macht statt Bleeblupp nun „richtige“ Musik. Das neue Album heißt „Rin“ und ist super, und hier ist der erste Song:
Als bekennender ERR-Ultra liebe ich eh alles, was sie an Output liefert, aber diese Doku hat meine Begeisterung noch mal gepushed (neben dem Video hier bei „What’s in my Bag“ (generell herbe empfehlenswert, wenn man sich dafür interessiert, was andere Menschen hören)). Einfach eine sehr intime, kurze Doku über eine krasse Künstlerin. Sehr nice und abgefahren ist auch ihr letztes Album (nur auf Bandcamp) und natürlich die X Kollaborationen mit Mizmor, Thou, The Body …
Ich hab ja mittlerweile jedes Jahr eine Band, die ich vorher gar nicht oder nur flüchtig kannte, und die sich dann durch ein Album oder Live-Auftritt direkt in mein Herz spielt. 2020 waren es Fontaines D.C., die mit A Hero’s Death perfekt meine Stimmung im ersten Covid-Jahr zusammenfassten. 2021 war ich dann einer von wahrscheinlich Millionen, die mit Glow On zu Die Hard-Turnstile-Fans der vierten Stunde mutierten. Dieses Jahr lege ich mich noch früher als letztes Jahr fest und sage: Black Midi sind für mich die Band des Jahres. Das liegt aber an keinem Album, sondern an dem übeeelst guten Live-Auftritt letzte Woche in Essen. Ich kannte die Alben schon und hab die gerne gehört, aber live hab ich die Band so richtig gefühlt. Seitdem komm ich nicht mehr klar, deswegen hier John L auf dem Glastonbury. Außerdem finde ich dazu nichts im Internet, aber anscheinend wird live auch jedes Mal ein Cover eingestreut: In Essen war es Axel F, dieses Mal ist es So What von P!nk. Und das klingt halt auch immer richtig geil, wtf.
“We live in the information era where data is a new resource, it seems essential that artists use it as well,” Collet concludes. “In this regard glitch art processes open a new narrative where digital doesn’t only produce tangible data, but also generates artifacts through its own destruction. The idea that we can eternally stock everything online seems foolish to me, therefor I prefer to show the fragilities and weaknesses of the medium I use.”